

Als eines von 16 Projekten im Land Brandenburg wird das Zechen- und Badehaus Brieske über drei Jahre (2024-2026) als Kultureller Ankerpunkt durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburgs (MWFK) gefördert.
Das Förderprogramm „Regionale Kulturelle Ankerpunkte im ländlichen Raum“ unterstützt seit 2021 Kulturprojekte in Brandenburg. Jeder Landkreis ist mit mindestens einem kulturellen Ankerpunkt vertreten. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt im ländlichen Raum zu stärken, werden lebendige Treffpunkte, generationenübergreifende und partizipative Angebote gefördert. Ziel ist die Entwicklung kultureller Knotenpunkte, die Kulturschaffende, Ehrenamt, Zivilgesellschaft und den Kulturtourismus miteinander vernetzen und deren Arbeit nachhaltig stärken.

Das Zechen- und Badehaus Brieske wurde 1909 durch die Ilse-Bergbau-AG erbaut. Es diente als Verwaltungsgebäude und Badehaus für den Industriekomplex rund um die Brikettfabriken der Gartenstadt Marga.
Mit der Kombinatsbildung im Senftenberger Revier, 1979, wurden die Mehrzahl der Büro- und Verwaltungsräume zu Mannschaftsumkleiden und Duschräumen umgebaut. Anfang der 1990er Jahre verlor das Gebäude seine Nutzung.
2022 übernahm der Landkreis Oberspreewald-Lausitz das Zechen- und Badehaus Brieske.
In den kommenden Jahren entsteht hier ein zentraler Ort des Sammelns, Forschens und Vermittelns: Das Depot der Museen Oberspreewald-Lausitz wird im Zechen- und Badehaus untergebracht. Ein Teil der Sammlung wird in einem Schaudepot öffentlich zugänglich sein. Darüber hinaus ziehen ein Museum zur Arbeits- und Sozialgeschichte der Bergleute sowie das historische Kreisarchiv in das Gebäude ein. Die denkmalgeschützte Waschkaue mit dem historischem Kettenbad wird künftig Raum für vielfältige Veranstaltungen bieten – von Lesungen über Konzerte bis hin zu interaktiven Formaten. Mit Mitteln der Strukturentwicklung entsteht in den nächsten Jahren ein Haus mit vielen Nutzungen.
Zufahrt über Franz-Mehring-Straße, 01968 Senftenberg OT Brieske
Anfahrt:
Das Zechen- und Badehaus Brieske befindet sich westlich der Gartenstadt Marga im Ortsteil Brieske zwischen der Grubenstraße und der Franz-Mehring-Straße. Der Eingang befindet sich an der Franz-Mehring-Straße.
Parken:
Parkmöglichkeiten befinden sich am Marktplatz in Brieske.
Von hier gehen Sie zu Fuß ca. 600 Meter durch die Gartenstadt.
Barrierefreiheit:
Das Zechen- und Badehaus ist zur Zeit eine Baustelle und noch nicht barrierefrei zugänglich. Die Umbauarbeiten sollen die besondere räumliche Situation des historischen Gebäudes mit den individuellen Anforderungen an die Barrierefreiheit vereinbaren.

Der „Kulturelle Ankerpunkt Zechen- und Badehaus Brieske“ ist ein Projekt der Museen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und wird zwischen 2024-2026 gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg.